Es ist schon eine Zeit lang her, da beschloss Jesus in die Wüste zu gehen um sich 40 Tage des “leer werdens” zu widmen und dem Teufel wieder einmal ein Schnäppchen zu schlagen.
Dieses Verhalten kann auch bei einigen anderen Persönlichkeiten beobachtet werden, auch wenn die Form diese Wüstentrips stark variieren kann (siehe The Doors von Oliver Stone(d))
Ich schätze, es geht auch hier, wie so oft um die Selbstfindung. Ein durch aus wichtiges Thema bei dem es jedem selbst überlassen sein sollte wie er es an geht. Ob nun Fasten oder LSD sollte keine gesellschaftliche Rolle spielen, da Erleuchtung ohnehin immer mit Verantwortung, Selbstaufgabe, etc. verbunden ist.
Wie auch immer, ich glaube kaum, dass die Fastenzeit in der Form wie sie heute praktiziert wird noch wirklich nützlich ist oder zu einer Erleuchtung führt und das ist ja wohl die Absicht wenn man so will.
40 Tage Fasten, mit radikalen Einschränkungen der Essgewohnheiten oder mit speziellen Fastendrinks, 0% Fett Joghurt oder Magerkäse der schon mehr an Dichtungsmasse erinnert wären vermutlich kaum Jesus’ Bier gewesen. Der Konsum der oben angeführten kulinarischen Todsünden, gekoppelt mit dem ganz jährig präsenten Thema des Gewichtsverlustes ist meiner bescheidenen Meinung nach zu mindestens Mitschuld an diversen Gesellschaftskrankheiten und Verdauungsstörungen. Jeder gute Arzt wird Ihnen bestätigen, das das verlieren von einigen Kilos über 40 Tage und das rasche wieder zunehmen dank der kleinen “Guzis” mit denen man sich für die brav durchgestandene Fastenzeit belohnt, kaum gesund sein kann. Ich spreche, und das können Sie mir glauben, aus Erfahrung.
Die finale Weisheit:
Ich versuche meinen eigenen, gesunden Zugang zu Dingen (Fastenzeit, Jesus, Wüste, LSD) die mir wichtig scheinen zu finden und nicht blindlings die Strategien zu übernehmen wobei ich nicht weiß ob sie auch wirklich für mich passen.
Tags: Fastenzeit, Jesus, LSD, Wüste