Worker bees can leave,
the queen is their slave
Even drones can fly away…
Worker bees can leave,
the queen is their slave
Even drones can fly away…
jaja, unser alter Freund, der Stanley Kubrik unserer Zeit, Mr. Horrorshow Tarantino bannte sein neuestes Werk auf Zelluloid oder auf was auch immer. Wir durften uns schon seit den frühen Neunzigern von seinen grotesken Ergüssen schockieren lassen die sich wohl irgendwo in seiner Jugend in einer grimmigen Videothek im mittleren Westen Amerikas als Psychose manifestierten und nun herauswollen. Nein, nein Quentin, alles ok, total Respekt usw… gibst mir doch jedes mal wieder was zum denken… Glauben Sie es oder nicht, mich bewegt eine Vergewaltigungszene zwischen Männern in einem schmierigen Keller, eine Benzin/Ohrabschneideszene in einer Lagerhalle, ein unvorhergesehener Zombieplotwechsel in einer Bikerbar in Mexiko oder eine Samureigirlie „Ich schlag dir den Skalp ab“ Szene im Schnee noch auf ganz andere Art und Weise als auf eine herkömmliche. Klar, man könnte da jetzt einfach schokiert sein über soviel Brutalität und Gekröße aber irgendwie schafft es der Quentin doch immer in mir den Verdacht zu wecken: „Man, irgendwo im Universum passiert vielleicht genau das in genau diesem Moment!“ Das schockt! Klar, ich hab ja schließlich Eintritt bezahlt.
Nein, mal im Ernst, ich rechne nicht damit, das sich jede Stripperin die ich mir ansehe in einen Anakondazombie verwandelt und verlangt, dass ich Hundescheisse vom Hacken ihres Stiefels lecke; es ist mir auch egal wenn sich irgendwo Samureigirlies die Schädel spalten aber wer weiß schon in welchen dunklen amerikanischen Gassen oder Kellern sich Hinkebein rumtreibt, oder wie viele Komapatientinen von schlimmen Krankenpflegern an grausliche Trucker-ramostln vercheckt werden…
Na egal, genug der trüben Gedanken und zum neuesten Werk, welches eigentlich gar nicht mehr so neu ist… Angeblich war zumindestens die Idee zu „Inglorious Bastards“ schon vor Pulp Fiction geboren, hatt sich aber noch zehn Jahre zeit gelassen um wirklich Form zu fassen. Wir wollen ganz ehrlich sein, irgendwas mit Nazis hat in Tarantinos Sammlung schon noch gefehlt.
„Jo wos wü den dea mit seim woamen RTL Mikro? Ha, vaschwind liaba, PAWL…“
Brad Pitt mit einer skalphungrigen Judentruppe auf Nazijagt. Kommissar Rex aka Gedeon Burkhard, Österreichs Beitrag zum Weltkulturerbe auch mit von der Partie und alle, besonders die Nazis (eigentlich von Natur aus böse) ziemlich charismatisch. Plus starker auftrit von August Diel (oda so) als Obersturmbanführer (oda so) war echt gut gespielt, bravo Gustl!
Neulich beim Fortgehen (liebe diese Phrase) wurde mir von der Vertretung der „starken linken“ von Freistadt im Tocotronic-Leiberl der neue „Tarantinostreifen“ wärmstens empfohlen. Ich entgegnete, das mir bereits zu Ohren gekommen sei, dass es sich wieder einmal um ein Meisterwerk handeln soll und das ich doch recht erpicht darauf wäre, festzustellen ob es sich wirklich um so erstklassiges Material handle. „Na klar!“ so der nette linksradikale in der Bar, „Jeder Film wo Nazis erschossen werden ist geil“
Ja Wahnsinn, und da war sie schon wieder die brutale Tarantinorealität für die ich so gerne Eintritt zahle. Ist es wirklich okay Nazis zu töten weil die wiederum finden es wäre okay Juden zu töten?
Ich werde mich dazu nicht weiter äußern, habe für mich entschlossen mich von jeglicher Art von Radikalität fern zu halten und mir einen Ast abgelacht als Pitt von einem gefangengenommenen Nazi verlangte: „Komm her du Knackwurscht und zeig mir mit deinen Schnitzelfingern das Nazinest auf der Karte, sonst macht dich der Bärenjude mit dem Baseballschläger butt!“ was er dann auch tat.
Ach ja, ein wunderschöner Abend zwischen makaberen Scherzen und wirklich arger Brutalität, danke Quentin, vielleicht sehen wir uns mal beim Therapeuten…
Die finale Weisheit:
Nazis wirken freundlicher wenn sie fließend Fremdsprachen sprechen, sauber auftreten und Pfeife rauchen, auch wenn man weiß, dass gleich ein paar Juden draufzahlen
Böses gebiert nur wieder Böses… (an die „starke linke“…)
Goebbels war ein schiacha Hund.
PS: Was wäre „libaralradikal“??

Vielleicht haben Sie auch schon davon gehört; der Rechtsstreit zwischen Gut und Böse, die Schlacht um das Gedankengut oder einfach ausgedrückt, das verbale Handgemenge ums Prinzip. In der Zeit der Wirtschaftskrise umso mehr gefürchtet: der finanzielle Untergang von diversen Medienmogulen, allen voran Plattenfirmen und Filmindustrie. Namentliche Erwähnung fällt auf Grund der Angst, im Schlaf gemeuchelt zu werden aus.
Seit einigen Jahren ist es nun möglich, Musik, Video und so ziemlich alles, was auf einer Festplatte platzt findet im Internet zu tauschen. Einer der ersten „Piratenplattformen“: Napster. Mittlerweile nicht mehr die Fleisch gewordene oder vielmehr Software gewordene Kriegserklärung an die oben genannten, namentlich nicht erwähnten, sondern mittlerweile vielmehr zahmes Kätzchen mit gestutzten Krallen. Andere ereilte ein ähnliches Schicksal: gekauft werden, konform gehen oder im Schlaf… .
Wann haben Sie zum letzten mal eine CD gekauft weil sie einen oder zwei Songs darauf wirklich gut fanden? Oder eine DVD erstanden, nur um nach dem einleitenden Werbeblock und uninteressanten, aufgezwungenen Warnhinweisen dann erfahren zu müssen, dass Sie einer geschnittenen, verstümmelten Fernsehfassung auf den Leim gegangen sind?
Ich kann und will mir so etwas nicht leisten (müssen), da man als Konsument ja nicht gerade viele andere Möglichkeiten hat, außer das zu fressen, was man vorgesetzt bekommt. Auf Musik und Film zu verzichten ist keine Alternative.
Sollte man noch so gut sein und für eine dieser Downloadplattformen bezahlen, ist man ebenfalls in den Allerwehrtesten penetriert. Die Musik ist nur in einem eigenen Format zu erhalten und sollte man je wieder seine Meinung ändern wollen und den Vertrag kündigen, so wird das erstandene Material unbrauchbar gemacht.
Scherze wie dieser katapultieren Seiten wie „thepiratebay.org“ unter die hundert meistbesuchten Seiten des Netzes – Tendenz steigend. Ist ja auch logisch. Das zum Tausch angebotene Material wird von Liebhabern behandelt, Zensur oder Verstümmlung sind nicht denkbar; Ausnahmen bestätigen die Regel.
Ich für meinen Teil würde gerne Musik, Film und Co käuflich erwerben, und somit den Künstlern und Schöngeistern die dafür verantwortlich sind meine Dankbarkeit zollen. Aber nicht in dem jetzt herrschenden Ausmaß und Form. Viel zu teuer, viel zu viel Schund, den ich nicht dabei haben will aber kaufen muss. Ohne mich! Und die Besucherzahlen von TPB sagen mir, dass ich da nicht der einzige bin.
Die finale Weisheit:
Was von den „Nachtmeuchlern“ liebevoll Piraterie genannt wird, sehen andere als den ganz normalen Wahnsinn, der auch bei Videocasetten, Mp3 Playern, wahrscheinlich bis hin zum Grammophon von statten ging. Der natürliche Lauf der Dinge. Ein Markt wird von einem anderen, (besseren, fortschrittlicheren), verdrängt oder übernommen. Die einzige mögliche Variante, die von Dauer wäre ist eine Koexistenz mit dem Konsumenten, welcher momentan nicht gefragt wird, ob er eine geschnittene Filmversion oder 15 zusätzliche Titel auf einem Album erwerben will.
Wird sich der Konsument weiterhin Dinge aufs Auge drücken lassen und vor der Großindustrie kuschen um nachts ruhig schlafen zu können? Man wird sehen…
Ich bin mir sicher, auch in Ihrem Land gibt es Massenmedien wie Fernsehen, Zeitung, Radio, usw. mit den dazugehörigen Internetseiten… Und sie alle haben eines gemeinsam: Sie liefern interessante, objektive Berichte zu den verschiedensten Themen des Alltags oder des Außergewöhnlichen.
Betrachten wir nun die täglichen Nachrichten, die so genannten „brandheißen News“. Was haben Sie diese Woche in den News gehört, gelesen oder gesehen? Rekapitulieren Sie!
Ich wurde Zeuge von politischen Debatten, den Fortschritt der Wirtschaftskrise, ein Flugzeugabsturz, ein Promiskandal und wie fast jede Woche: der Hunger in der dritten Welt als Dauerbrenner…
Nachdem ich dieses dumpfe Gefühl des Bedauerns, das diese Nachrichten bei mir auslösten mit dem dumpfen Gefühl der Dankbarkeit , dass es uns doch eigentlich gar nicht so schlecht geht, ersetzt habe, kam mir plötzlich ein merkwürdiger Gedanke…
Eigentlich war das alles nichts Neues! So lange ich mich zurück erinnern kann gab es immer eine politische Debatte, die zu eskalieren drohte, eine Krise, die uns alle betrifft, eine mehr oder minder schreckliche Katastrophe (Flugzeugabsturz, DjÖtzi, usw…) und einen Skandal weil irgendjemand irgendetwas machte, sagte oder zeigte was irgendwann von irgendjemand als anstößig eingestuft wurde.
Selbe Scheiße, anderer Tag aber eigentlich nichts Neues…
Klar, etwas hat sich schon verändert: Früher war es nicht normal, dass man bei einer Verkehrsdurchsage mitgeteilt bekam, dass bei einem Frontalcrash dem Umfalllenker der Kopf abgetrennt wurde. Ob diese Information beim umfahren der Unfallstelle miteinbezogen werden sollte?
Sie haben doch auch schon sicher gehört, dass unsere Kinder bis zu ihrem zehnten Lebensjahr schon mehrere tausend simulierte Tode im Fernsehen gesehen haben. Erschreckend nicht? Wo doch eine Kinderseele so zerbrechlich ist… Aber es ist ja nicht real… Gummiinerreihen und Sirupblut; niemand stirbt wirklich, alles halb so schlimm…
Stellt sich die Frage, wie viele nicht simulierte Tode wir jedes Jahr in den Nachrichten sehen. Und was geschieht dadurch mit unserer Seele? Entstellte Opfer von Phosphorbomben, weinende Menschen die zur Kulisse einer zerbombten Stadt um ihre Familie trauern oder ein schmutziges Kind mit Hungerbauch und Fliege im teilnahmslos blickendem Auge. Alles hochauflösend gedreht und innerhalb weniger Stunden über den ganzen Globus ausgestrahlt.
Mein Senf dazu:
Über Objektivität oder Echtheit mancher Beiträge will ich erst gar nichts sagen; was mich mehr interessiert: Was mache ich mit diesen Informationen? Was bekomme ich eigentlich von der Medienhure vorgesetzt und welche Auswirkung hat dies auf meinen Alltag? Warum interessiert mich das, wo ich doch meist völlig ohne Einfluss bleibe? Wird mir somit mitgeteilt, dass es schlimmeres gibt als meine lächerlichen alltäglichen Sorgen und das ich froh sein sollten, dass ich nicht selbst zur „Nachricht“ werde? Ich erkenne keinen Nutzen, den ich aus solchen Informationen – „News“ ziehen könnte!
Eigentlich, eine fragwürdige Art der Unterhaltung, anderen beim Leiden zuzusehen…
Es ist schon eine Zeit lang her, da beschloss Jesus in die Wüste zu gehen um sich 40 Tage des „leer werdens“ zu widmen und dem Teufel wieder einmal ein Schnäppchen zu schlagen.
Dieses Verhalten kann auch bei einigen anderen Persönlichkeiten beobachtet werden, auch wenn die Form diese Wüstentrips stark variieren kann (siehe The Doors von Oliver Stone(d))
Ich schätze, es geht auch hier, wie so oft um die Selbstfindung. Ein durch aus wichtiges Thema bei dem es jedem selbst überlassen sein sollte wie er es an geht. Ob nun Fasten oder LSD sollte keine gesellschaftliche Rolle spielen, da Erleuchtung ohnehin immer mit Verantwortung, Selbstaufgabe, etc. verbunden ist.
Wie auch immer, ich glaube kaum, dass die Fastenzeit in der Form wie sie heute praktiziert wird noch wirklich nützlich ist oder zu einer Erleuchtung führt und das ist ja wohl die Absicht wenn man so will.
40 Tage Fasten, mit radikalen Einschränkungen der Essgewohnheiten oder mit speziellen Fastendrinks, 0% Fett Joghurt oder Magerkäse der schon mehr an Dichtungsmasse erinnert wären vermutlich kaum Jesus’ Bier gewesen. Der Konsum der oben angeführten kulinarischen Todsünden, gekoppelt mit dem ganz jährig präsenten Thema des Gewichtsverlustes ist meiner bescheidenen Meinung nach zu mindestens Mitschuld an diversen Gesellschaftskrankheiten und Verdauungsstörungen. Jeder gute Arzt wird Ihnen bestätigen, das das verlieren von einigen Kilos über 40 Tage und das rasche wieder zunehmen dank der kleinen „Guzis“ mit denen man sich für die brav durchgestandene Fastenzeit belohnt, kaum gesund sein kann. Ich spreche, und das können Sie mir glauben, aus Erfahrung.
Die finale Weisheit:
Ich versuche meinen eigenen, gesunden Zugang zu Dingen (Fastenzeit, Jesus, Wüste, LSD) die mir wichtig scheinen zu finden und nicht blindlings die Strategien zu übernehmen wobei ich nicht weiß ob sie auch wirklich für mich passen.
Sehen wir diesen Blog doch als Versuch oder Experiement unsere Umwelt zu beeinflussen indem wir sie von verschiedenen Perspektiven betrachten…
Wie bereits in der Weltpresse zu lesen war beeinflusst schon Aufmerksamkeit alleine die Resultate von Experimenten auf molekularer Ebene (Schrödingers Katze, Quantenschwebung, etc…)

Schrödingers Katze (Schematische Darstellung)
Wohin ist unsere Aufmerksamkeit also zu richten damit wer profitiert? Böse Zungen behaupten, es gäbe immer mehr Menschen, deren Tagesablauf von aufdringlicher Werbung, Nachrichten und geschaffenen Bedürfnissen bestimmt wird. Ist der Freihe Wille wirklich frei? Und was macht man eigentlich damit?
Was ist mit der Zufriedenheit, unserem gemeinsamen Überziel? Worauf warten wir noch?
Nehmen wir doch an, das Leben ist zu kurz um es nur zu ertragen und sehen wir das Gehirn als kraftvolles Instrument welches imstande ist, Ansichten zu ändern und uns somit jegliche Türen zu öffnen.
Weitere Überlegungen folgen…